Donnerstag, 5. November 2009

Intellektuelle
Was tun Intellektuelle? »Die Reflexion ist die ursprüngliche Aufgabe der
Intellektuellen - die Selbstreflexion ist ihre konstante Bedrohung. Denn das
Zurückwenden auf sich selbst birgt die Gefahr in sich, nur noch das eigene
Ich, nicht aber mehr die Welt um sich herum wahrzunehmen.« (Lepenies
1992:12) So wird er leicht zum klagenden Melancholiker, der »nur denken,
aber nicht handeln kann« und »sich die Flucht in die Utopie offenhält«
(ebd.14f). So sieht Joseph Schumpeter die Intellektuellen: als Leute, denen
die unmittelbare Erfahrung aus erster Hand und die direkte
Verantwortlichkeit für praktische Dinge fehlt und die als Kritiker über
Dinge reden oder schreiben, die außerhalb ihrer Zuständigkeit liegen, um den
normalen Ablauf der Dinge zu stören (vgl. Lepsius 1964:81f).

Sonntag, 10. Mai 2009

Wenn man zu tief in eine Welt ohne Utopie eintaucht wird man geschluckt von den Alltagsproblemen, die um einen herum existieren. Das ist auch richtig so denn das Leben ist nun mal nur was wir direkt vor uns haben. Aber es ist zu wenig. Es gibt schon mehr als nur das direkte und zugängliche. Und wir können dies auch empfinden und denken. Deshalb brauchen wir den Impuls von Außen. Der oftmals durch die Kunst an uns herangetragen wird. Denken auf einer anderen Abstraktionsebene. Das mutet man sich aber nicht immer zu. Denn die Probleme um einen herum können erdrückend sein. So einfach ist das.

Dienstag, 5. Mai 2009