Freitag, 6. November 2015

Fußweg ins Büro

In Yangon angekommen

Ein Monat Myanmar an der Deutschen Botschaft in Yangon. 2 Tage vor den ersten freien Wahlen seit 25 Jahren. Und alles dienstlich vom BMZ aus organisiert. Das ist die Kurzzusammenfassung was hier und jetzt gerade passiert.

Was in den letzten Tagen klar wurde, dass es hier um Komplexitätsreduzierung für mich geht. Ich bin im Hotel untergebracht. Frühstücke mein !koreanisches! Frühstück, weil das Hotel koreanisch geführt wird. Gehe zur Arbeit. Mittagessen. Komme ins Hotel mit vielleicht etwas Essen. Lesen. Internet. Whatsapp. Wäsche wird gewaschen. Das wars dann auch schon. Alles sehr einfach zu verstehen und das hat wenig mit dem Leben in Berlin zu tun.

Samstag, 10. November 2012

Heute mal ganz bei mir. Und auf dem Weg in Richtung Entwicklungszusammenarbeit. International, anspruchsvoll und eine neue Herausforderung.

Dienstag, 14. September 2010

Soziale Kompetenz ist normalverteilt. Deshalb ist es völlig klar, dass
so viele Idioten herumlaufen.

Donnerstag, 12. August 2010

persona - Maske
Modi der Repräsentation, da jede Lebensform sei sie öffentlich, sei die
privat, ihre passende Maske fordere. Unverstellte Einfachheit, mithin
Authentizität kann es also gar nicht geben. Cicero, Für Marcus Caelius

Freitag, 9. Juli 2010

FAZ-Wissen

Was ist zu tun, wenn man nur das weiß was in der Zeitung steht. Das läuft einem täglich über den Weg, dann wird emotional über strittig politische Problem diskutiert, die die Diskutanten morgens - überlicherweise in der FAZ - gelesen haben. Nennt man das nun Scheinwissen, oder sind das nur aufmerksame Leser. Erstaunlich wenn die Statistiken eins zu eins übertragen werden und dann als Wissen verkauft wird. Der Kommentar ist dann nicht weit entfernt.

Dienstag, 30. März 2010

ohne mich bin ich viel flexibler

Donnerstag, 5. November 2009

Intellektuelle
Was tun Intellektuelle? »Die Reflexion ist die ursprüngliche Aufgabe der
Intellektuellen - die Selbstreflexion ist ihre konstante Bedrohung. Denn das
Zurückwenden auf sich selbst birgt die Gefahr in sich, nur noch das eigene
Ich, nicht aber mehr die Welt um sich herum wahrzunehmen.« (Lepenies
1992:12) So wird er leicht zum klagenden Melancholiker, der »nur denken,
aber nicht handeln kann« und »sich die Flucht in die Utopie offenhält«
(ebd.14f). So sieht Joseph Schumpeter die Intellektuellen: als Leute, denen
die unmittelbare Erfahrung aus erster Hand und die direkte
Verantwortlichkeit für praktische Dinge fehlt und die als Kritiker über
Dinge reden oder schreiben, die außerhalb ihrer Zuständigkeit liegen, um den
normalen Ablauf der Dinge zu stören (vgl. Lepsius 1964:81f).

Sonntag, 10. Mai 2009

Wenn man zu tief in eine Welt ohne Utopie eintaucht wird man geschluckt von den Alltagsproblemen, die um einen herum existieren. Das ist auch richtig so denn das Leben ist nun mal nur was wir direkt vor uns haben. Aber es ist zu wenig. Es gibt schon mehr als nur das direkte und zugängliche. Und wir können dies auch empfinden und denken. Deshalb brauchen wir den Impuls von Außen. Der oftmals durch die Kunst an uns herangetragen wird. Denken auf einer anderen Abstraktionsebene. Das mutet man sich aber nicht immer zu. Denn die Probleme um einen herum können erdrückend sein. So einfach ist das.

Dienstag, 5. Mai 2009

Sonntag, 4. Mai 2008

Auch in Gesellschaften die als Netzwerkgesellschaft beschrieben werden, ist nicht die Anzahl der Verbindungen das entscheidende Kriterium sonder die Fähigkeit im Netzwerk Suchoperationen tätigen zu können, die den potentiell besten Weg zur Zielerreichung aufzeigen. Netzwerkgesellschaften sind deshalb geprägt durch ein gegenseitiges Verständnis und einer Kompatibilität der Verhaltensvorgaben.

 

 

 

 

Donnerstag, 10. April 2008

Wenn Ihr’s nicht fühlt, Ihr werdet’s nicht erjagen,

Wenn es nicht aus der Seele dringt

Und mit urkräftigem Behagen

Die Herzen aller Hörer zwingt.

Goethe, Faust 1

 

Freitag, 21. März 2008

В большом миллионе русских деревенских изб нет и  не  может  быть  двух
неразличимо схожих. Все живое  -  неповторимо.  Немыслимо  тождество  двух
людей, двух кустов шиповника... Жизнь глохнет там, где  насилие  стремится
стереть ее своеобразие и особенности.
Unter den Millionen russischer Bauernhütten gibt und kann es auch nicht zwei Hütten geben, die einander völlig gleichen.
 Alles Lebendige ist einmalig. Zwei Menschen, zwei Heckenrosenbüsche können nicht identisch sein. 
Das Leben verdorrt dort, wo man mit Gewalt versucht, seine Eigenarten und Besonderheiten auszulöschen. 
Wassilij Grossman – Leben und Schicksal
http://lib.ru/PROZA/GROSSMAN/lifefate.txt
 

 

 

 

 

Sonntag, 27. Januar 2008

Die Epigenetik beschäftigt sich mit der epigenetischen Vererbung, d. h. der Weitergabe von Eigenschaften auf die Nachkommen, die nicht auf Abweichungen in der DNA-Sequenz zurück gehen, sondern auf eine vererbbare Änderung der Genregulation und Genexpression. Eng damit verknüpft sind physiologische Prozesse der Individualentwicklung von Organismen, die besonders in der Zwillingsforschung untersucht werden. In beiden Fällen geht es vornehmlich darum zu verstehen, wie Information über die Genregulation, die nicht in der DNA-Sequenz codiert ist, von einer Zell- oder Organismen-Generation in die nächste gelangt.

 

Samstag, 26. Januar 2008

Bonhoeffer 1941:

"Das Bekenntnis der Schuld geschieht ohne Seitenblicke auf die Mitschuldigen... Wo noch gerechnet und abgewogen wird, dort tritt die unfruchtbare Moral der Selbstgerechtigkeit an die Stelle des Schuldbekenntnisses angesichts der Gestalt Christi."

 

 

 

 

Freitag, 25. Januar 2008

Das Thema der sozialen Gerechtigkeit schiebt sich deshalb immer weiter in den Vordergrund, weil deutlich wird das die Chancengleichheit in Deutschland nicht gegeben ist. Das Bedeutet wir brauchen keine Beschränkung des Einkommens. Vielmehr bedeuten ungleiche Einkommen, wenn alle eine Chance zum Aufstieg haben, mehr Motivation und Anreiz. Gleichmacherrei ist mittel- und langfristig schädlich für die Vermehrung des Volkseinkommens, weil es die falschen Anreize setzt.

 

 

 

Sonntag, 16. Dezember 2007

Momentaufnahmen – Zettelkasten

Zu viele Eindrücke gehen einfach an einem vorbei und sind damit verloren. Ein Versuch zu retten, was möglich ist. 22.00 Uhr – Autobahn. Es sollte für alle Co2 Fanatiker keine Provokation sein, über das Gefühl Autofahren zu schreiben im 21. Jahrhundert. Aber nachts mit einem guten Song im Rücken, auf die riesige Autobahn einzubiegen, sich den Kleinigkeiten der Landstraße zu entledigen, damit meine ich Ampeln und eigentlich unbegrenzt bis an die Nordsee durchzufahren, lässt mich auf den ersten 300 Metern erschauern. Die Unendlichkeit ist zum greifen nah.

Man erblickt den Kosmos, aber dieser wird schon noch 20min zur Monotonie. Der dreispurige Riese verkümmert schon bald zur Einfachheit und je länger die Fahrt dauert, desto mehr gleichen sich die Gefühle Autobahn, Landstrasse, Feldweg an. Jeder Weg stößt an seine Grenze die Utopie der Unendlichkeit herzustellen. Die Verknüpfung von A nach B im selben Moment. Distanz wird zur Makulatur, die Zeit vergeht wie auf einer Riesenrutsche, das ist die Utopie der Autobahn. Die ersten Meter glauben wir daran, danach wollen wir nur vor einer Ampel stehen, weil wir dann zu Hause sind.

 

Es gibt kein Kurzstreckenticket zur Selbsterkenntnis, soviel zur Lebenswirklichkeit und zur Selbstreflexion. Die Momentaufnahme, die uns ins stocken bringt oder zweifeln lässt am Sinn oder Unsinn der Welt, ist nur die Erkenntnis im Blitzlicht. Daraufhin wird sich niemand herausnehmen seine Entscheidungen zu treffen. Aber es ist der Moment der uns prägt und über den wir reflektieren können. Wir verknüpfen die Vergangenheit mit der Gegenwart und versuchen uns zu erklären. Zum Scheitern verurteilt sind diese Erklärungsansätze, denn die Evolution macht uns zum Spielball der Natur. Wenn dann ist nur der Moment real und unmittelbar verständlich, alles andere ist Interpretation.

Was immer wir uns vorstellen was Vergangenheit ist, es bleibt eine Geschichte die erzählt wurde. Wir geben dieser Geschichte einen Sinn, die mit dem Konstrukt der Kausalität arbeitet. So strukturieren wir uns den Zweck und die Ursachen, ohne subjektiven und menschlichen Sinn keine Vergangenheit bzw. Zweck.

Jede Zeit hat ihre eigene Sinndefinition. Vor allem, dass Ereignisse nicht einfach von zurückliegenden Ereignissen verursacht werden, dass nicht alles, was geschieht miteinander verknüpft ist. Und andersherum gesagt, dass nicht alles was möglich ist geschieht. Denn Möglichkeiten entstehen auch aus einer Definition einer Situation heraus und die Vorstellungen von Möglichkeiten sind veränderbar über Zeit. Die Kontingenz menschlichen Handelns ist ein Faktum, geboren aus der Natur des Menschen heraus. Denn jedes Ereignis hätte sich auch anderes zutragen können. Obwohl die Ereignisse wiederum unter dem Kontext entstanden sind die einer Begrenzung des Möglichen unterlag.

Daraus folgt eine gewisse Sinnlosigkeit, bzw. Beliebigkeit der Welt, die einer Interpretation bedarf. Und wo nimmt sich der Mensch den Sinn im Leben her. Von der Religion. Jedoch ist „wenn die Religion stirbt, dann hört die Kunst auf, einfach nur schön zu sein, und wird selbst heilig.“

Der Glaube an einen Schöpfergeist beherrscht auch die Künstler, ebenso wie das Bewusstsein, dass er ihnen Unmögliches abfordert und die Gesellschaft nur oberflächlich befriedigt.

 

 

 

Sonntag, 4. November 2007

achtung fake